Reviews

"In contemplation of death" (C.D.), 2009
"Of what there is to come" (E.P.), 2007


Metalnews, April 2010

Kaum steht Freiburg ein bisschen in Flammen, soll gleich die ganze Welt zu Asche werden? Ganz so dramatisch geht es auf dem zweiten Langspieler von WORLD TO ASHES dann doch nicht zu, auch wenn das Freiburger Quintett auf „In Contemplation Of Death“ durchaus nicht zimperlich zu Werke geht.

Das Grundgerüst bildet hier melodischer Schweden- bzw. Schwabentod, der o.g. Göteborgern Szenekönigen in ihren [leider] längst vergangenen jungen und noch hungrigen Tagen nicht unähnlich ist und erfrischenderweise auf den mittlerweile üblichen, cleanen Gesang verzichtet und stattdessen konsequent auf aggressives Growlen setzt.
Nach kurzem Intro wird bereits mit „Beyond The Veil“ ordentlicher Göteborg-Standard vorgelegt, was vom teilweise fast schon AT THE GATES-artigen „Pale Cold Water“ noch untermauert wird. Die verwandten, gängigen Schemata gehen im Folgenden dann zwar etwas auf Kosten von Abwechslung und Einprägsamkeit, nichtsdestotrotz ist aber z.B. „Vanity“ ein richtig gelungener, klassischer Melodic Death-Burner, den auch IN FLAMES seinerzeit kaum besser hingebracht hätten.
Die Musiker verstehen ihr Handwerk, die Gitarren ballern ihre Riffs ordnungsgemäß doppelläufig, Fronter Christoph knurrt und die Rhythmusfraktion hält den Laden ohne irgendwelche Spirenzchen zusammen.
„Path Of Uncertainty“ und „Lucent Gate“ bietet anständigen MeloDeath-Durchschnitt, „Yesterday Is Burning Black“ dagegen einen klanglich durchaus willkommenen, rein instrumentalen Akustik-Einschub, bevor mit dem aggressiv-schwarzmetallischen „Riven“ Blastbeats ausgepackt werden. Auch „A Soul Divided“ atmet Black Metal-Atmosphäre, und „Facing Death“ lässt den Tonträger nochmal recht ruppig ausklingen.

Auch wenn die Drums für meinen Geschmack teilweise etwas zu trocken wirken, anständig produziert ist „In Contemplation Of Death“ ansonsten allemal, so dass jeder Göteborg-Freund hiermit zwar nichts Neues, aber dafür von WORLD TO ASHES bewährte und handfeste MeloDeath-Qualität serviert bekommt.

-Dirk Konz [dkay], 5 von 7 Punkten, www.metalnews.de




Hard Harder Heavy, March 2010

Die ersten Lebenszeichen von World to Ashes gab es bereits 2005, jedoch sollte es noch zwei Jahre dauern, bis das heutige Line-Up gefunden wurde. Zu den ersten Live-Aktivitäten zählten u.a. Support-Acts für Eluveitie, Endstille, Sacrificium und Crisis never Ends und 2007 erschien bereits eine erste EP. Im November 2009 wollten die Freiburger dann Nägel mit Köpfen machen und zogen ins Stuttgarter Harddrive Sounds Studio, um dort ihre Debüt-LP einzuknüppeln. Denn genau das steht auf dem Programm, feiner knüppelschwingender Death Metal mit dezenten Metalcore-Einflüssen, der dem Zuhörer jedoch immer genügend Raum zum Atmen lässt und ihn nicht gnadenlos nieder metzelt, wie es so manche Vertreter des Genres gerne tun.

Dass hier nicht nur der Knüppel ausgepackt wird und gnadenlos auf die Fans eingeprügelt wird, das zeigt nicht nur das obligatorische sehr melodisch gehaltene "Into the Abyss", sondern auch das spätere Intrumental "Yesterday is burning Black", das einfach als Puffer zwischen den recht ordentlich zur Sache gehenden Death-Attacken. "Beyond the Veil", ein Auftakt nach Maß, findet eine gelungene Mischung aus dominanten Drum-Parts, aggressivem Shouting bzw. Grunting und melodischen Gitarren-Riffs, die sofort zum Headbangen einladen. Nach ähnlichem Strickmuster geht es Schlag auf Schlag, wobei von "Pale Cold Water" bis zu "A Soul divided" der Härtegrad und das Tempo immer einen Tick zulegen. Gepflegten Double-Bass mit dem dazu passenden Tempo gibt es bei "Path of Uncertainty", das vor allem mit einem sehr gelungenen melodische Gitarren-Solo glänzt und durchgehend Arschzutreten versteht. Verschnaufen kann man mit dem bereits erwähnten Instrumental, bevor es bei "Riven", meinem persönlichen Favoriten dann wirklich hart zur Sache geht. Power-Drumming hart am Limit und eine sägende Gitarrenfront, die sich alle Mühe geben muss, dem Frontmann Paroli bieten zu können. Aber keine Angst, auch hier hat man die gefälligen Hooks nicht vernachlässigt, auch wenn der gnadenlos nach vorne treibende Rhythmus so manchen Herzschrittmacher an die Taktgrenze treiben mag. Auch für die Schlussrunde des Album lässt man sich mit "Facing Death" nicht lumpen und den Dreschflegel kräftig kreisen, wobei man das Tempo schon wieder etwas zurück genommen hat, aber immer noch über dem des Openers liegt - zumindest gefühltermaßen.

Fazit: Das Süddeutsche Quintett legt einen blitzsauberen Debüt-Start hin und erlaubt sich dabei keinerlei Ausrutscher. Bedingt durch die Art des Gesangs mag vielleicht stellenweise eine Limitierung bestehen, die jedoch mit viel Liebe zu melodischen Hooklines und griffigen Refrains wieder wett gemacht wird. Auch wenn manche Puritaner mit der Verquickung von Metal und Core ihre Problemchen haben mögen, so finde ich den Kompromiss hier sehr gelungen, besonders weil das Album gerade zum Ende hin immer mehr Fahrt aufnimmt, wie ein Bullterrier, der sich immer fester in seine Beute verbeißt.

Jetzt bin ich nur gespannt, was die Jungs in nächster Zeit noch Live performen werden, denn Death gehört von der Bühne direkt auf die Lauscher, um die volle Wirkung zu erzielen.

-J.G., 5,5 / 7 Punkten, www.hardharderheavy.de




Lords Of Metal, February 2010

World To Ashes, from Freiburg Germany, was founded in 2005. Officially that is, as it took them until 2007 to reach a fully operational line-up. So they've had enough time to be "contemplating death". When I take a look at their concert history, they have some fine connections that in turn trusted them to play with some bigger bands. And when I hear them, I can imagine that they did not fail. Despite the fact that this is their maiden voyage with Lords of Metal, they have done a release before, the demo 'Of What There Is To Come', which I personally think is a way better title than 'In Contemplation Of Death', seen in the light of what I get to see on a monthly basis.
World To Ashes plays melodic death metal, with a sense of drama, atmosphere and for death metal standards they have a surprisingly open sound. Without using too many alien styles, it keeps on being true death metal. The vocals mostly are a hysterical, crunchy thrash-death style, which gives a nice fanatic touch to the band. I seriously wonder what the band will do when you give them enough budget to hire a better studio. I think that a lot of more secrets hide underneath in their playing abilities and writing skills, which will then surface. But all together, you don't hear me complain too much either now, it's a nice first entry still.

-Ramon, 74/100, www.lordsofmetal.nl




Legacy, Issue 64 (01/2010)

Whirlwind Records zeichnet u.a. für das aktuelle Release der famosen Lengsel aus Norwegen verantwortlich. Mit WORLD TO ASHES schickt das Label eine weitere, christlich motivierte Metal-Combo ins Rennen, die sich stilistisch näher am MetalCore denn am melodischen Death ansiedelt. Typische Schweden-Riffs und Hooks werden von den Süddeutschen mit groovigem Mosh und einer klaren Core-Attitüde verbunden. Das Debüt "In Contemplation Of Death" erinnert durchaus an die Frühwerke der Freiburger Kollegen von Fear My Thoughts (R.I.P.), die ebenso impulsiv und spannungsreich in Erscheinung traten. In ihrer vierjährigen Band-Historie hat sich das Quintett die nötigen Fertigkeiten angeeignet, solide, stimmige Songs zu schreiben, die gut ins Ohr gehen. Problematisch erweist sich jedoch, dass WORLD TO ASHES eine metallische Mischung bemühen, die von unzähligen anderen Bands auch gespielt wird. Im Vergleich zum Wettbewerb gibt der Debüt-Longplayer nicht her, was die Süddeutschen von anderen Kapellen absetzen würde. Eine qualitative Verbesserung seit der "Of What There Is To Come"-MCD ist dem Fünfer zu attestieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass WORLD TO ASHES zu Relevanz oder ausgewiesener Klasse gefunden haben. Der Gastauftritt von Claudio Enzler (Sacrificium und Thy Bleeding Skies) ändert an der Einschätzung nichts.

-(AK) 8/15 Punkte, www.legacy.de




Heavy oder was!?, Issue 12/07

Vor ein paar Monaten haben wir Euch die Freiburger Formation WORLD TO ASHES noch auf den Underground-Seiten nähergebracht, jetzt steht das Quartett mit seinem ersten offiziellen Tonträger auf der Matte. An der musikalischen Ausrichtung hat sich dabei logischerweise nicht viel verändert. Die Breisgauer schlagen nach wie vor in die selbe Kerbe wie beispielsweise IN FLAMES oder AS I LAY DYING, würzen also ihr Deathmetal Metal/ Metalcore-Brett mit jeder Menge Melodien, die waffenscheinpflichtig sind, und verstehen es prächtig, Songs zu komponieren, die sich vor der internationalen Konkurrenz nicht verstecken brauchen. Die Balance zwischen Brutalo-Attacken und filigran-melodischem Fingerspitzengefühl stimmt hier einfach, so dass Songs wie der eröffnende Killer "Crown Of Victory", die folgende rasante Hetzjagd "From Dust Into Haze" oder das nicht minder interessant aufgebaute "Path Of Uncertainty" ein mehr als beachtliches Fundament für zukünftige Arbeiten darstellen. Schade nur, dass der Spuk nach gut 22 Minuten schon wieder vorbei ist. Nächstes Mal bitte über die gesamte Distanz, meine Herren!
-Peter Engelking, 9/12 Punkten, www.heavy-oder-was.de




Rock Hard, Issue 247

Man muss sich wohl an den Umstand gewöhnen, dass die Vorbilder der heutigen Jugend nicht mehr Slayer und Metallica, sondern immer öfter Bullet For My Valentine, In Flames oder As I Lay Dying heißen. Die Jungspunde WORLD TO ASHES aus Freiburg im Breisgau legen mit ihrer ersten EP eine durchaus beachtliche Leistung hin. Wüste Metalcore-Stampfer treffen auf melodische Refrains, es wird gebreakt und geblastet, der Sänger kreischt sich durch den Set, ist aber auch durchaus in der Lage, in gemäßigten Tönen zu singen. Freilich beschleicht mich der Verdacht, dass die Jungs vielleicht etwas zu spät auf den Modern-Metal-Zug aufspringen; auf der anderen Seite klingen erste musikalische Gehversuche nun mal meist nach den persönlichen Lieblingsbands. Das war in den Achtzigern nicht anders als heute. Im Gegensatz zu anderen Combos haben WORLD TO ASHES aber schon ordentlich lange das Spielen von Tonleitern geübt, so dass man erhobenen Hauptes das Schlachtfeld verlassen darf. Wenn sie es jetzt noch schaffen, ihrem Stil die nötige Portion Eigenständigkeit zu verpassen, sind die Weichen für die Karriere richtig gestellt.
- Volkmar Weber, 7/10 Punkte, www.rockhard.de




Legacy, Issue 51 (05/2007)

Death / Thrash, der seine Wurzeln in der melodischen schwedischen Schule hat, spielen die Freiburger auf ihrer Debüt-MCD, die im schicken Digi daherkommt. Der Gesang ist herrlich tief und erinnert ein wenig an Amon Amarth, die melodischen Gitarren könnten sich auch bei den härteren In Flames wiederfinden, und das Ganze klingt so sehr nach Schweden, dass man schon fast Elche vorüberziehen sieht... Immer wieder wird Wert auf akkustische Spielereien und relaxte Parts gelegt, bevor man wieder den Fuß auf das Gaspedal stellt und hymnenhaft, aber rasend der At The Gates-Schule frönt. Klar, von eigener Identität kann hier kaum die Rede sein, aber wer sich so herrlich ungeniert bei seinen Vorbildern bedient und das Ganze dann noch so spielfreudig und authentisch umsetzt, dem kann man nicht böse sein. Die vier Jungs können Songs schreiben, beherrschen ihre Instrumente perfekt und versprühen Spaß, dass man "Of What There Is To Come" trotz mangelnder Originalität uneingeschränkt empfehlen kann. WORLD TO ASHES verbreiten einfach eine Unmenge an Energie und Spaß, so dass ich die Jungs gerne mal live sehen würde. Zugreifen!
-(OB) 11/15 Punkte, www.legacy.de




Heavy oder was!?, Issue 05/07

(German metal-magazine)

Unschwer zu erkennen, wo die Breisgauer Formation WORLD TO ASHES ihre Inspiration hernimmt. Zumindest zeugen "Crown Of Victory", "Killing Ourselves" und "From Dust In To Haze", die drei auf den vorliegenden Promo-scheibchen enthaltenen Songs davon, dass das Quartett Bands wie AS I LAY DYING, IN FLAMES, KILLSWITCH ENGAGE, oder auch UNEARTH sehr zu schätzen weiß. Denn auch bei WORLD TO ASHES regieren derbe Klänge, die irgendwo in der Schnittmenge von Hardcore und Metal angesiedelt sind, richtig gute Melodien innehaben und bereits jetzt einen mächtig professionellen Eindruck hinterlassen. Das Wechselspiel zwischen Härte und Melodie stimmt hier perfekt, und auch das Organ von Fronter Christoph steht Genre-Größen in nichts nach. Die EP "Of What There Is To Come", die im Frühsommer erscheinen soll, darf also mit großer Spannung erwartet werden. Kurzum: Im Gegensatz zu dem im Moment alles andere als starken Fußballverein der Region, dem SC Freiburg, dürften sich WORLD TO ASHES schon bald in einem mächtigen Aufwind befinden! Kontakt: www.worldtoashes.com.
-Peter Engelking